Elterninitiative Murkel e.V.
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Schulterschluss für uns Pänz Unternehmer, Eltern, Politik und Verwaltung entwickeln mit Bildungseinrichtungen Konzepte, die gleichermaßen Entspannung für Familie und Beruf bringen

Welches berufstätige Elternteil kennt das nicht: Stress und Hektik, weil der Kindergarten am frühen Nachmittag schließt und man noch in der Schlange steht oder das schlechte Gefühl, wenn alle Kollegen zu außergewöhnlichen Zeiten Dienst tun und flexibel sind, man selbst aber immer die Ausnahme sein muss oder man möchte noch schnell etwas erledigen oder zu Ende bringen, ist aber rigide durch die zeitliche Einschränkung der Betreuungssituation begrenzt oder möchte gerne an einer Fortbildung bzw. dienstlichen Veranstaltung teilnehmen, bekommt aber die Kinderbetreuung nicht organisiert? Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Entscheidungen, welche Priorität man setzen muss, fallen trotz sehr schlechten Gewissens oftmals zu Lasten der Kinder. Das führt zu Zerreißproben und meist Stress pur. So gibt es doch auch Eltern, die ihren Beruf aufgeben und sich neu orientieren und ein neues Berufsfeld einfinden müssen, weil sonst nichts passt. Muss man wirklich auf seinen gern ausgeübten und teuer erlangten Beruf verzichten?

Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen, erfordert oftmals diffizile und strikte Planung, die selten Raum für Spontanität lässt. Genau letztere wünschen sich Kinder häufig. Auch ihr Alltag ist weitgehend verplant, also sind spontane Verabredungen beliebt. Noch wichtiger wäre den Kindern, wenn Mama und Papa Zeit und Ruhe für sie haben, wenn sie alle zusammen sind.

 

Das Bundesprogramm KitaPlus „Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“ möchte Wege finden, die den Spagat zwischen Familie, Beruf –also auch Arbeitgebern- und der Bildungseinrichtung erleichtern. Die Elterninitiative Murkel e.V. beteiligt sich daran mit dem Familienzentrum NRW Kinderhaus I in Kaldauen und dem Offenen Ganztag der Hans Alfred Keller Schule auf dem Deichhaus und somit für Kinder vom Kleinkind bis Ende der Grundschulzeit. Hier haben jetzt Eltern die Möglichkeit, sowohl ihre Arbeitszeit frei zu gestalten und als auch ihre Familienzeit im Sinne von Bindung und Ausgleich stressfrei zu organisieren und somit verlässliche Partner in jeder Beziehung sein zu können. Das kann nur mit allen Beteiligten zusammen gelöst werden. Arbeitgeber würden von gelassenen Mitarbeitern und Kinder von ausgeglichenen Eltern profitieren.

Damit das dauerhaft möglich werden kann, hat Murkel die IHK um Unterstützung gebeten. Mehr als zwei Dutzend Unternehmerinnen und Unternehmen aus Siegburg und Umgebung waren ins Kinderhaus 1 von Murkel  gekommen, um sich mit den Vertretern der Stadtverwaltung und Politik über die Herausforderungen einer familienfreundlichen Personalpolitik auszutauschen.



Anlass für das Unternehmerfrühstück, das vom Corporate Social Responsibility (CSR) Kompetenzzentrum Rheinland in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Frau Bonn/RheinSieg organisiert wurde, war die Teilnahme des gastgebenden Kinderhauses Murkel 1 am Modell- Bundesprogramm „KitaPlus“, in dessen Rahmen erweiterte Betreuungszeiten angeboten werden. Seit diesem März wird dieses Angebot gerne von den Eltern genutzt, die im Schichtbetrieb arbeiten, selbständig oder alleinerziehend sind. Es gibt auch Familien, die sich aus Angst vor gesellschaftlicher Ablehnung nicht trauen, ihren Betreuungsbedarf außerhalb der „normalen“ Öffnungszeiten anzumelden.

"Unser Ziel ist eine 24-Stunden-Betreuung, was aber keinesfalls bedeutet, dass die Kinder rund um die Uhr fremdbetreut werden", so die Vorstandsvorsitzende der Elterninitiative Murkel e.V. Ulla Braun-Schwartz. Dabei werden lediglich die Betreuungszeiten an die Arbeitszeiten der Eltern angepasst, damit sie ihren Einsatz im Beruf mit ihrem Familienleben besser vereinbaren können, erklärte Braun-Schwartz. Da das Programm zeitlich begrenzt ist und  Ende 2018 ausläuft, sucht die Leitung des Kinderhauses Schulterschluss mit Arbeitgebern, Politik und Verwaltung, um dieses Modell dauerhaft zu installieren.

Nach einem lebhaften Austausch mit einigen konkreten Beispielen von familienfreundlichen Maßnahmen waren sich alle Teilnehmer darin einig, dass sich eine familienfreundliche Personalführung auch als unternehmerischer Sicht lohnt und appellierten an die Politik, bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen.

 



Zuletzt geändert von olja (olja)  am 26 Oct 2017  um 11:57
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