Elterninitiative Murkel e.V.
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Was ist Murkel Wir sind eine Elterninitiative, die aus der Not heraus entstanden ist. Wir brauchten Platz für Kinder aller Altersstufen mit Öffnungszeiten und Betreuungsformen, die Eltern unterstützen und Kindern gerecht werden. Wir wünschten uns Häuser, in denen jeder Mensch ernst- und angenommen wird und Raum ist für - Bewegung und freie Entfaltung durch Kreativität, - Förderung der Fähigkeiten und Fertigkeiten, - soziale Kontakte, - ganzheitliche Förderung über alle Sinne, - den bewussten Umgang mit Werten ermöglicht wird und - die Nutzung und das Sichtbar-Machen pädagogischen Handelns.

Woher kommt unser Name?

Unser Name Murkel kommt aus Norddeutschland und umschreibt die liebevolle Pflege und Sorge für das Kind. Bei uns im Rheinland wird er häufig als Kosenamen verwandt.

Wie ist die Elterninitiative Murkel e.V. entstanden?

Im September 1989 gaben fehlende Kindergartenplätze gegenüber einem angeblichen Deckungsgrad von über 90% den Anlass zu einer Befragung Siegburger Eltern zum aktuellen Bedarf an Kindergartenplätzen. Das Ergebnis der Befragung brachte zu Tage, was die Betroffenen längst wussten: Eine eklatante Unterversorgung an Kindergartenplätzen. Aus dieser Not heraus trafen sich im März 1990 erstmals betroffene Familien, um gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten.

Im Herbst des gleichen Jahres entstand der Verein Murkel e.V. mit dem Ziel, eine Kindertagesstätte in Siegburg-Kaldauen zu errichten und zu betreiben. Nach langwierigen Verhandlungen konnte im Jahr 1992 endlich ein angemessenes Grundstück erworben werden. Am 26. März 1993 schließlich fand die Grundsteinlegung an der Lendersbergstraße statt und am 1. Oktober 1993 war es schließlich soweit: Murkel – eine Kindertagesstätte für 70 Kinder wurde eröffnet.

Haus II:

Haus III: Im Jahr 2002 schließlich konnte Haus III ebenfalls in Kaldauen eröffnet werden. Damit konnten wir schließlich ein Platzangebot für insgesamt über 100 Kinder im Alter zwischen 4 und 14 Jahren schaffen.

Welchem Konzept folgen wir?

Unsere Konzeption richtet sich nach dem humanistischen Weltbild aus. Der Mensch steht im Mittelpunkt und hat die Aufgabe, sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen, sie zu nutzen, aber auch für sie verantwortlich zu sein. In der Haltung dem Menschen gegenüber neigen wir zur Montessoripädagogik. Es ließen sich aber noch etliche pädagogische Vorbilder benennen, die diese humanistische Grundlage in den Vordergrund stellen. Dazu gehören Janucz Korzak, Célestin Freinet, aber auch Ansätze von Anton Makarenko. Ganzheitliches Lernen stellt eine Forderung dar.   

Wir gehen vom Gedanken des Kinderhauses aus:

  • Es werden keine Gruppen vorgegeben. Diese finden sich je nach Interessen, sozialen Kontakten oder Spielideen selbst. Die Wahlfreiheiten des freien Spiels werden sehr ernst genommen. Dabei verstehen sich MitarbeiterInnen als Prozessbegleiter.
  • Regeln werden mit den Kindern gemeinsam entwickelt. Deren Einhaltung gilt für alle gleichermaßen, und sie werden von allen überprüft.
  • Damit Kinder und Eltern einen Ansprechpartner haben, übernimmt jeder Mitarbeiter Patenschaften. Der Pate nimmt vor Eintritt des Kindes in unsere Häuser den Kontakt zur Familie auf, hilft bei der Eingliederung und ist verantwortlich für das Wohlbefinden und die Förderung des Kindes. Das Kind kann sich zu jeder Zeit andere Erwachsene wählen oder sich auch ausschließlich anderen Kindern zuwenden. Hier hat der Pate die Aufgabe, die Entwicklung des Kindes durch Beobachtung und Koordination der Informationen durch Kollegen zu begleiten.
  • Eltern werden durch regelmäßigen Gesprächsaustausch und Einbeziehung in die Offenheit (z.B. durch das Angebot, an Mahlzeiten teilzunehmen) eng einbezogen und entlastet.
  • Prozessbegleitung erfolgt konsequent durch die vorbereitete Umgebung. Hierdurch werden Ordnungskriterien und Anregungen geschaffen. Auch in Projekten werden Fähigkeiten und Fertigkeiten verstärkt und Interessen vertieft.

Das Offene Konzept setzt den Zugang zu allen Räumlichkeiten voraus. Die Gestaltung stellt die Grundbedürfnisse der Kinder in den Vordergrund. So entstehen Funktionsräume für Bewegung, Ruhe, Essen und dessen Zubereitung, freie Entfaltung durch Werken, Rollenspiel, Wahrnehmung, lebenspraktische Übungen etc.

Auf einen Nenner gebracht: Wir können Eltern zwar nicht versprechen, dass aus ihrem Kind ein Einstein, Mozart, Goethe oder Sokrates wird. Aber wir setzen alles daran, dass jedes Kind in seinen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert und stark und selbstbewusst wird!



Zuletzt geändert von olja (olja)  am 06 Dec 2016  um 10:32
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